Mainzer Firmengeschichte in Wertpapieren - Eine Online-Ausstellung
Mainzer Firmengeschichte in Wertpapieren - Eine Online-Ausstellung
Bausparkasse Mainz Aktiengesellschaft (BKM)
Ein Haus für jedermann
Wirtschaftliche Expansion in der Nachkriegszeit
In den 1960er Jahren begann das Unternehmen, seine Kunden auch zu den Themen Wohneigentum und Altersvorsorge zu beraten. Später wurden neben Bauspardarlehen auch Hypothekenfinanzierungen sowie ein eigenes Hausprogramm angeboten. 1982 gründet die BKM die einhundertprozentige Tochtergesellschaft „Mainzer Haus Vertriebs GmbH“, die heute als „BKM ImmobilienService GmbH“ im Bereich der Immobilienvermittlung tätig ist. 1966 erfolgte die Eröffnung des 100.000. Bausparkontos und sechs Jahre später wurde das 200.000. Bausparkonto eröffnet. Durch eine Partnerschaft mit der Inter Versicherungsgruppe vermitteln die Außendienstmitarbeiter der BKM seit 1993 auch Versicherungs- und Vorsorgeprodukte.
Die BKM heute
Casino im Frankfurter Hof
Zunächst Gasthaus für die Mainzer Fastnachter
Umgestaltung zum Kulturzentrum
Chemische Werke vorm. H. & E. Albert in Amöneburg bei Biebrich a. Rh.
Es begann mit Dünger aus Schlachtabfällen
Umstellung der Produktion auf Pharmazeutika
Hoechst übernimmt
Chr. Adt. Kupferberg & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien
Der Weg zum Sektfabrikanten
Eine führende Sektmarke
Lange Zeit im Familienbesitz
Continentale Bank- und Handels-Aktiengesellschaft Mainz
Tochtergesellschaft der Ludwig Ganz AG
Das Ende in den 20er Jahren
Dampfschiffahrts-Gesellschaft für den Nieder- und Mittel-Rhein, Wahlbezirk Mainz
Namensaktie mit der Nummer 2108 aus der Erstemission vom 31. Dezember 1839. Originalunterschriften von Daniel von der Heydt, (Gerhard) Baum und J(ohann) J(acob) d’Avis. Letzterer war von 1849 bis 1853 Präsident der Handelskammer Mainz. Format: 35,5 cm x 28,3 cm. Ursprünglicher Nennwert 200 Taler Courant. Dabei handelte es sich um die Angabe in einer tatsächlich umlaufenden Währung. Nach der 1838 in Dresden beschlossenen Münzkonvention wurden aus 233,855 Gramm Feinsilber 14 Taler geprägt. Bei einem Silberpreis von 1,0585 € pro Gramm (30. Juli 2025) wies ein Taler den Wert von 17,68 € auf. Stempelaufdrucke mit den Umstellungen auf Goldmark und Mark (= Mk.) sind Ausdruck der bewegten deutschen Währungsgeschichte. Notierung der Aktie an den Börsen in Köln und Düsseldorf.
Dampfschiffe auf dem Rhein
Auf dem Rhein erreichten Dampfschiffe erstmals 1816 Köln und 1825 Mainz. Bau und Betrieb dieses neuen Schiffstyps erforderten einen erheblichen Kapitalbedarf, den Einzelpersonen nicht aufbringen konnten. Deshalb kam es zur Gründung von Schifffahrtsgesellschaften. So wurden 1825 in Köln die „Preussisch-Rheinische Dampfschiffahrts-Gesellschaft“ (PRDG) und 1836 in Düsseldorf die „Dampfschiffahrts-Gesellschaft für den Nieder- und Mittel-Rhein“ (DGNM) gegründet. Die Aktien der DGNM wurden nach den Wahlbezirken Elberfeld (heute zu Wuppertal gehörend), Mainz, Düsseldorf, Koblenz und Nassau-Neuwied ausgegeben. Jede Gruppe wählte separat ihre Mitglieder des Aufsichtsrats.
Konkurrenz und neue Märkte: die KD entsteht
Deutsche Vereinsbank
Deutsche Vereinsbank
Eine Frankfurter Bank in Mainz
Partner in Mainz: Kronenberger & Co.
Aufkäufe und Fortleben
Dyckerhoff Aktiengesellschaft
Aufstieg des Familienunternehmens
Innovationen als Wachstumstreiber
Dyckerhoff wird ein internationaler Konzern
Ein neuer Gesellschafter
Elster & Co., Aktiengesellschaft
Geniale Erfindung
Johannes Siegmar Elster (1823 bis 1891) gründete 1848 sein Unternehmen zur Fertigung von Gaslampen und -laternen in Berlin. Bereits 1876 wurde ein Werk in Mainz errichtet. Mitbegründer der darauf als Gasmesserfabrik Elster & Cie gegründete Gesellschaft war der Ingenieur Emil Haas. Ihm gelang die Entwicklung eines Gasmessgeräts, für das ihm 1878 ein Patent erteilt wurde. Die geniale Erfindung ermöglichte die präzise Messung eines Gasvolumenstroms. Nach dem zugrundeliegenden Prinzip des Galgengaszählers funktionieren noch heutige Messgeräte. Während der Hauptsitz in Berlin verblieb, beschäftigte das als Filiale geführte Werk in Mainz zu dieser Zeit etwa 500 Mitarbeiter. Während des Ersten Weltkriegs stellte das Werk in Mainz die Produktion auf Granatzünder um.
Von Berlin nach Mainz
Champion auf dem Weltmarkt
Gasapparat- & Guss-Werks Aktiengesellschaft
Herstellung von Beleuchtungskörpern und Armaturen
Expansion in europäische Dimension und Niedergang
Grossherzoglich Hessische Staatsschuldverschreibung
Auf den Inhaber lautende Urkunde mit der Nr. 181126 datierend auf den 3. Oktober 1896. Gedruckt in der Reichsdruckerei in Berlin. Format: 21,0 cm x 32,6 cm. Nennwert 200 Mark in Reichswährung. Ausgestattet mit einem Erneuerungsschein und Zinsscheinen für den 1. Juli 1925 und 2. Januar 1926.
Die Ludwigsbahn als Privatbahn
Verstaatlichung der Bahn in Preußen: Ein Weg aus dem Tarif-Gewirr
1896: Auch die Ludwigsbahn wird Staatsbahn
Julius Sichel & Co. Kommandit-Gesellschaft auf Aktien
Von der Eisenhandlung zum europäischen Konzern
Julius Sichel gründete 1815 in Mainz eine Eisenhandlung. Das Unternehmen entwickelte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einer der bedeutendsten Eisenhandlungen im südwestdeutschen Raum. 1907 kam es zur Gründung einer Zweigniederlassung in Luxemburg. Inzwischen zur offenen Handelsgesellschaft erweitert, brachten deren Inhaber Ferdinand Sichel und Alfred Ganz ihre unternehmerischen Vermögenswerte 1907 in die neu gegründete Julius Sichel & Co., K.-G. a. A. mit Sitz in Mainz ein. Die Gesellschaft baute einen umfangreichen Beteiligungsbesitz auf. Ihre Interessen lagen vornehmlich bei Unternehmen aus den Bereichen der Bergwerks- und Hüttenindustrie. Dazu gehörten u. a. Aktienpakete an der Gasapparat u. Gusswerk A.-G., Mainz und der Westbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main. Der Konzern umfasste bis zu sechzig Beteiligungsgesellschaften in Luxemburg, Frankreich, Belgien und der Schweiz.
Die Gesellschaft wird Opfer der Inflationszeit
Kostheimer Cellulose- und Papierfabrik A.-G.
Halb Kostheim schafft beim Disch
Krise in den 20er Jahren
Zukunft als Essity
Ludwig Ganz Aktiengesellschaft Mainz
Der Weg zum bekannten Teppichhaus
Der wirtschaftliche Niedergang
Arisierung, Deportation, Ermordung im Nationalsozialismus
Mainzer Actien-Bierbrauerei
Bier mit bayrischem Know-How
Aufstieg und Fall der MAB
Wenig ist erhalten
Rheinische Garantiebank
Geschäftsidee Kautionsversicherungen
Firmengründer im Holocaust ermordet
Unternehmen besteht bis heute
Schönberger Cabinet Aktiengesellschaft
Aufstieg zu einer der führenden deutschen Sektkellereien
Verfolgung im Nationalsozialismus
Sektkellerei Alter Eickemeyer Aktiengesellschaft
Mainzer Sektkellereien
Der wirtschaftliche Absturz
Schuldverschreibung der Stadt Mainz
Verwendung der aufgenommenen Mittel
Werner & Mertz Aktiengesellschaft zu Mainz
Der Anfang von Erdal: Kerzen für Kirchen
Was heißt Erdal?
Von einer Aktiengesellschaft zur GmbH
Wertpapiere als Sammlungsobjekte
Historische Wertpapiere als Sammlungsobjekte
Unter dem Oberbegriff "Historische Wertpapiere" versteht man börsenwertlose Aktien oder Anleihen, die zahlungsunfähig geworden sind oder nicht mehr existieren. Sie werden daher im allgemeinen an den Börsen nicht mehr gehandelt und besitzen demnach auch keinen Börsenkurswert mehr. Unter diesem Aspekt werden Historische Wertpapiere auch als Nonvaleurs bezeichnet. Bis zum 19. Jahrhundert war die kunstvolle Gestaltung der Wertpapiere für die Firmen eine Möglichkeit Investoren anzusprechen. Dabei entstanden Kunstwerke, die den Anleger zum Kauf animieren sollten. Die Größe eines Wertpapiers ist recht unterschiedlich. Deutsche Aktien wurden bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts großformatig gefertigt; danach überwiegend im Format DIN A4. Als Sammelgebiet wurden Historische Wertpapiere erst Mitte der siebziger Jahre entdeckt und das bisherige „Altpapier“ wandelte sich zu einem Objekt der Sammelleidenschaft. In Deutschland gibt es ca. 10.000 – 12.000 Sammler. Historische Wertpapiere sind in erster Linie Liebhaberobjekte und der Wert ist eine Summe aus verschiedenen Einzelfaktoren, wie grafische und drucktechnische Gestaltung, Seltenheit, Alter, historischer Hintergrund und Erhaltungszustand. Zwischenzeitlich werden die meisten Käufe online abgewickelt, Raritäten und Unikate werden meist über Auktionen angeboten.
Aktien in DM und €
Ab Anfang der 1990er Jahre entstand das eigenständige Sammelgebiet der D-Mark-Aktien. Die Einführung des Euro führte zu einer starken Belebung, da hiermit ein abgeschlossener Zeitraum entstand. Dazu kommt, dass zu Firmen und Produkten der DM-Zeit mehr Bezug und Berührungspunkte bestehen. Alle späteren Wertpapiere in EUR oder Stückaktien sind ebenfalls hier eingegliedert. Der Druck von effektiven Aktienurkunden hat seit Mitte der 1990er Jahre stark nachgelassen. Mehr noch hat die neue Währung EUR und damit verbundene Nennwertumstellung dazu geführt, dass die meisten deutschen Aktiengesellschaften die Einzelurkunden abgeschafft haben.
